La Paloma PDF Drucken E-Mail
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p1019411.jpgLa Paloma

Von den Einheimischen bekommt man keine Informationen über Berge, da sie selber kaum auf die Berge steigen, und auch im Internet sind die Infos eher spärlich. Nach langem Suchen haben wir dann endlich eine Karte vom Plomo und Umgebung gefunden. Damit hat sich dann auch die Auswahl ziemlich drastisch reduziert. Auf dieser Karte waren dann der Plomo und die Paloma als Hauptgipfel ap1019399.jpgngegeben. Und da der Plomo ziemlich bekannt und stark besucht ist, haben wir uns für die Paloma entschieden.
Da die Zeitangabe für diese Besteigung ziemlich unterschiedlich war, und wir selber auch nicht recht viel Erfahrung in dieser Art von Bergsteigen haben, haben wir uns schließlich auf 5 Tage entschieden. Besser einen Tag zu viel als einer zu wenig.

Wir haben uns dann vom Taxi hinbringen lassen und den genauen Zeitpunkt ausgemacht, an der er uns wieder abholen sollte, und sind voll motiviert gestartet. Aber unsere Freude wurde dann ziemlich schnell von unseren fast 30 kg schweren Rucksäcke niedergedrückt.

 

 

 

pc309326.jpg1. Tag
Wir sind von La Paulina auf 2060 m gestartet und über das Yerba Loca – Tal hineingegangen. Die Landschaft war eigentlich viel schöner als erwartet. Die Vegetation ist zwar karg, aber dennoch bietet sie ständig eine schöne Abwechslung. Der gut erkennbare Weg verläuft ständig eher flach in das weite pc309337.jpgTal hinein. Nach zirka 5 Stunden Marsch, haben wir dann auf ca. 2850 m unser erster Lager eingerichtet. Wasser gibt es hier in der Gegend reichlich, auch wenn nicht immer ganz sauberes. Unsere erste Nacht in diesem Tal ist eigentlich recht gut verlaufen, logisch muss man sich an dieses etwas anderes Lebensstil erst gewöhnen, aber dennoch konnten wir für die erste Nacht recht gut schlafen.

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pc319356.jpg2.Tag
Am nächsten Tag sind wir dann ohne Stress aufgestanden, haben eine Kleinigkeit gegessen und alles wieder zusammen gepackt und Richtung Lager 2 hinauf marschiert. Der Weg führte am diesen Tag eher monoton in das Tal hinein, nur einzelne Sträucher waren zu sehen, ansonsten nur Geröll. Nur der ständige Anblick vom mächtigen Gletscher des La Paloma konnte unsere Gemüter ein wenig aufhellen.
Am Ende des unendlich weiten Tapc319372.jpgles kommt man noch an einem wirklich schönen und großen Wasserfall vorbei, steigt einnen Aufschwung steil hinauf, und schon ist man beim letzten, laut Karte, vorgegebenen Lagerplatz. Da wir aber ziemlich frühzeitig unterwegs waren und uns noch ein paar Höhenmeter zutrauten, haben wir entschlossen noch ein Stückchen weiter hinauf zu steigen. Wir wollten damit einfach nur die Höhenmeter für den nächsten Tag, der voraussichtliche Gipfeltag, so viel wie möglich verkürzen. So sind wir weiter gestiegen bis auf zirka 3.600 m. Wir konnten hier einen kleinen ebenen Platz noch finden, und sogar noch sauberes Wasser. Die Nacht konnten wir beide fast keinen Auge zudrücken, wir wollten und konnten 3eifach nicht glauben, dass wir schon in dieser,eigentlich noch gewohnten Höhe, schon Probleme hatten.

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p1019401.jpg3.Tag
Wir sind um 4 Uhr früh aufgestanden und haben schnell etwas hinunter gewürgt. Appetit hatten wir beide nicht, auch nicht die große Lust den Gipfel in Angriff zu nehmen. Wir waren beide nicht sehr fit und nebenbei noch ohne Schlaf, dennoch haben wir uns gezwungen zu gehen. Immer schön langsam, Schritt für Schritt, zuerst über einen steilen Geröllhang, dann über unendlich weite Firnhänge hinauf. Beim letzten steilen Firnhang wurde uns das Hinaufsteigen noch von ziemlich großenp1019411.jpg Penitientes erschwert.
Nach einer kleinen Pause haben wir schließlich noch den letzten Teil in Angriff genommen. Ein steiler, breiter, und unendlich langer Rücken, der zum flacheren Gipfelgrat führte. Eine ziemlich große Schinderei. Und auch der Gipfel wollte uns noch einen Streich spielen, denn immer wenn wir glaubten auf dem Gipfel zu sein, war dahinter noch einer der höher war, und um nicht die Gefahr zu laufen auf dem richtigen Gipfel zu stehen, haben wir sie alle bestiegen.
Wir haben oben noch eine perfekte Aussicht gehabt, aber wie wir schon die letzten Tage beobachten konnten, fing es alle Tage so gegen 14 Uhr an zuzumachen, und dann ging es ziemlich schnell. Also wussten wir dass wir uns beeilen mussten um noch bei guter Sicht zu unserem Zelt zu kommen. Aber alles braucht seine Zeit und wie es kommen musste, sind wir dann tatsächlich komplett vom Nebel überrascht und eingehüllt worden. Nur mit große Mühe haben wir wieder zurückgefunden.
Da wir schon letzte Nacht nichts geschlafen hatten, und unser Zustand sich eher noch verschlechtert hatte, wäre es natürlich vernünftiger gewesen alles zusammen zu packen und zurück zu Lager 1 zu gehen, aber dafür hatten wir wirklich keine Lust mehr.

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p1029430.jpg4. Tag
 Nach der nächsten schlaflosen Nacht haben wir in Ruhe alles zusammengepackt und sind noch am gleichen Tag die ganze Strecke bis La Paulina hinuntergegangen. p1039443.jpgFast den ganzen Tag sind wir voll bepackt hinunter getrampelt. Im Campingplatz haben wir dann unser Zelt aufgestellt, und tot müde in einem tiefen Schlaf gefallen.

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p1039452.jpg5.Tag
Einen Tag hatten wir noch, aber nur wussten wir nicht was wir damit anfangen sollten. Die umliegenden Gipfel sagten uns nicht viel, und ansonsten gab es nicht viel Auswahl. Schließlich haben wir uns geeinigt eine kleine Trekkingtour im Nachbartal zu machen. Wir sind dann zuerst neben einen kleinen Bach hinaufgegangen und dann rechts, bis  auf einem kleinen Rücken, wo man eine herrliche Aussicht hatte. Oben angekommen gab es unendlich weite Weideflächen, p1039473.jpgeine herrliche Landschaft. Wir haben diese durchquert und auf einmal sahen wir ein kleines Dort, auf einem Hügel inmitten im Nichts. Als wir dann näher gekommen sind haben wir alle 3 Dörfer gesehen, 3 Dörfer die im Winter einen Skiparadies für die Chilenen bilden, bekannt unter La Parva.
Wir haben in Farellones, eines dieser  drei Dörfer, einen Restaurant gefunden wo wir nach diesen vergangenen Fastentage, endlich mal eine richtige Mahlzeit zu uns nehmen durften. Danach haben wir noch eine kleine Bude gefunden, wo wir uns noch unsere geschrumpften Leberwerte wieder aufbessern konnten.
Wir haben noch unsere Rucksäcke voll mit „Wasserdosen“ gestopft und auch zwei große Steaks hat uns die Chefin mitgegeben, und sind wider Richtung La Paulina zurück. Auf dem Rückweg haben wir noch Holz zusammengesucht um somit den letzten Abend mit einer schönen Grillparty abzuschließen.

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