|
Ferrata Bolver Lugli - Cima della Vezzana 05.09.2010 |
|
|
|
|
Eine Wanderung in die Pale die San Martino ist immer ein ganz besonderes Erlebnis. Die wilde und teilweise noch unberührte Landschaft dieser Gebirgsgruppe ist einfach etwas Einzigartiges.
Trotz des unbeständigen Wetters und der eher langen Fahrt, haben wir uns zu einer beachtlichen Gruppe zusammengetroffen. Nach einer gemütlichen Fahrt sind wir pünktlich zur Bahnöffnung um 08:00 in San Martino di Castrozza angekommen. Im Tal hatte der Tiefnebel das Sagen, aber je höher wir mit der Bahn kamen, desto mehr schien sich die Lage zu verbessern. Von der Bergstation Col Verde sind wir über den markierten Weg hinauf bis am Fuße der mächtigen Wand des Cimon della Pala. Hier meint man dass der Klettersteig beginnen wird, aber vorerst muss man noch zirka 300 Höhenmeter über den steilen Felspfad ohne Sicherung hinaufsteigen. Die ganze Gruppe war mit einem ziemlich schnellen Tempo unterwegs. Niemand gab ein Zeichen von Ermüdung zu erkennen, und auch in den ausgesetzten Stellen konnte man keine zitternden Knie ausfindig machen.
Auch der Klettersteig war bald Geschichte, und nach einer kleinen Stärkung gleich unter dem Bíwak Fiamme Gialle, sind wir die paar Metern bis zum Passo del Travignolo hinuntergestiegen und über die andere Talseite bis zur Scharte hinauf, wo dann der breite Rücken nach einer knappen viertel Stunden zum Gipfel der Cima della Vezzana führt. Das Wetter war schließlich doch besser als erwartet. Auf dem Gipfel konnten wir uns über eine strahlende Sonne freuen, aber dennoch trübten die vielen tiefen Wolken rundherum die wunderschöne Aussicht auf die Nachbargipfel. Nach einer ausgiebigen Stärkung und dem obligatorischem Gipfelfoto, haben wir uns auf dem Abstiegsweg gemacht. Bis zum Passo del Travignolo sind wir wiederum den Aufstiegsweg gefolgt, und dann über die faszinierende Valle dei Cantoni, über Schotter und Schneefelder hinunter. Zirka auf halber Höhe dieser Schlucht biegt ein markierter Weg rechts über steile Felsen hinauf und führt in einer knappen halben Stunde zum Passo Bettega. Über diesem hinunter bis sich der Weg wiederum teilt: entweder zur Rosetta Bahn hinauf steigen, oder einfach die restlichen 500 Höhnmeter über steiles und teilweise nicht ungefährliches Gelände zur Col Verde hinunter. Wir haben beschlossen hart zu bleiben und auch den restlichen Weg zu Fuß zu bewältigen. Heil Froh haben wir schließlich die Bergstation erreicht und somit diese lange und anstrengende Tour in bester Weise abgeschlossen.
Gallery
|