Kleine Zinne - Gelbe Kante 02.08.2009 PDF Drucken E-Mail
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P8020443topogelbekannteKleine Zinne: Gelbe Kante
Exposition:
Süd
Seillängen: 10
Schwierigkeit:
VI-
Höhenmeter: 400

Lange Zeit zählte die „Gelbe Kante“ zu den schwierigsten Dolomitentouren. Hier ein Auszug aus Comicis Beschreibung über die Erstbegehung:

„Zwei Tage eines wütenden Kampfes haben wir auf der Kante erlebt, rittlings auf ihr an mikroskopischen Griffen festgeklammert. Währenddessen verteidigte sie sich mit wahren Strömen losbrechenden Gesteins. Die Felsbrocken stürzten auf das darunter liegende Geröll und explodierten dort wie Kanonenschüsse. Sie verscheuchten die Neugierigen, die von der Hütte herbei geeilt waren, um das Schauspiel zu genießen, wie drei menschliche Eidechsen ganz langsam in die Höhe krochen.“

Wie auch schon gestern haben wir uns eine ideale Tour für einen schönen Augustsonntag ausgesucht. In jedem Führer steht geschrieben dass diese Tour ziemlich stark besucht ist, und man sollte sie wenn möglich während der Hochsaison vermeiden.
P8020428kleinezinegelbkannnteAls wir zum Einstieg gekommen sind waren drei weitere Seilschaften vor uns. Nach über einer halben Stunde Wartezeit sind wir dann endlich eingestiegen. Schon die ersten zwei Seillängen haben es in sich, vielleicht hängt es nicht unbedingt so sehr von der Schwierigkeit ab, als viel mehr vom extrem abgespeckten Fels. Ab der 2. Seillänge wird es schon deutlich besser. Man klettert fast ständig auf einer sehr schönen und ausgesetzten Linie, über die Kante gerade hinauf. Der Fels ist bis auf ein paar wenigen Stellen sehr gut, die schwierigsten Passagen sind relativ gut mit Haken abgesichert, und die Griffe sind auch nicht so mikroskopisch klein wie Comici behauptet hat. Kurz zusammengefasst: purer Klettergenuss!
Leider kamen wir wegen des vielen Verkehrst nicht sehr flott voran. Am Anfang war es mir auch ziemlich egal, weil das Wetter schien zu halten und mir gefiel es nicht schlecht in der Wand. Aber mit der Zeit, und die verging ziemlich schnell, wurde es rundherum dunkler. Jetzt war uns nicht mehr so wohl, und versuchten so schnell wie möglich den Ausstieg zu erreichen.
Genau in dem Moment als wir den Gipfel erreicht haben, hat es angefangen zu tröpfeln, aber zum Glück hat es dann auch schon wieder bald aufgehört, sodass wir nicht einmal nass geworden sind.
Wir haben dann bei den einzementierten Abseilringe 4 mal zirka 50 m abgeseilt, und schon waren wir in der Schlucht zwischen der Großen Zinne und der Kleinen. Jetzt glaubten wir vom Ganzen erlöst zu sein, aber das war leider nicht so, zumindest nicht so schnell. Es lag noch eine ganze P8020438asssichtwandgelbekanteMenge harter Schnee in dieser Rinne, und mit den normalen Turnschuhen war es ziemlich problematisch über dem Schnee hinunterzurutschen. So mussten wir wiederum eine menge Zeit verlieren bis wir endlich unten beim Weg angelangt sind.

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