|
Wir hatten diesen Urlaub schon 2 Monate davor geplant. Eigentlich sollten wir in einer Gruppe irgendwo zum Klettern hinfahren, aber wie es so oft ist, wird es im letzten Moment immer anders als geplant. Zum guten Schluss sind wir noch zu zweit übrig geblieben. Man kann den Anderen nicht verübeln das sie sich zurückgezogen haben, weil das Wetter schien nirgends recht schön zu sein. Wir zwei wollen es trotzdem durchziehen, auch schon weil wir uns unheimlich auch unserem ersten Urlaub in unsere neue Wohnung auf Räder freuten.
Nach langem hin und her schauen, zwischen Südfrankreich und Kroatien, haben wir uns für Korsika entschieden (liegt ja auch genau zwischendrinn ;-)). Wir haben kurzfristig das Ticket für die Fähre gebucht und am Samstag gegen Mittag waren wir schon in Bastia. Uns wurde von unseren Kollegen die Gegend bei Bavella empfohlen, weil da die Klettermöglichkeiten sehr vielfältig sind, und nebenbei soll es eine wunderbare Gegend sein, deswegen haben wir uns gleich auf dem Weg Richtung Süden gemacht. Die Strecke ist eigentlich nicht sehr weit, aber auf diesen Straßen ist einfach Vorsicht geboten, und deswegen braucht man einiges an Zeit um sich auch nur auf kurze Strecken zu bewegen. Wir sind dann am späten Nachmittag an unserem vorgenommenen Ziel angekommen. Wir waren beide von der Schönheit und Vollkommenheit dieser Landschaft überwältigt und konnten es gar nicht mehr erwarten durch diese Wildnis zu streifen und über diese senkrechten Türme hinaufzuklettern.
Am nächsten Tag war am Himmel keine Wolke zu sehen, die Temperaturen waren auch sehr angenehm, und eigentlich mussten wir uns nur noch entscheiden was wir aus diesem herrlichen Tag anfangen sollten. Nach langem hin und her Diskutieren haben wir uns entschieden zuerst einmal eine kleine Wanderung zu machen um die Gegend kennen zu lernen, uns die Wandzustiege anzuschauen und wer weiß, vielleicht hätten wir auch einen Gipfel erreicht. Nach kurzem Suchen haben wir einen Weg durch den Wald gefunden der zu einem kleinen Bach führte. Vor uns öffnete sich eine Welt die wir eigentlich nur von Bilderbüchern kannten. Da war dieser kleine Bach von einer unbeschreiblichen Schönheit, mit kleinen Teichen und smaragdgrünes Wasser, und trotz das ich kein Wasserliebhaber bin, konnte ich nicht widerstehen hinein zu gehen. Wir haben eine weile im Wasser herumgetrödelt und uns in der warmen Sonne wieder aufgewärmt, aber da wir noch ein Stück weiter gehen wollten, und die Tage in November bekanntlich sehr kurz sind, haben wir uns wieder anziehen müssen und sind weiter gegangen. Wir wollten höher hinauf und vielleicht auch ein Gipfel erklimmen, wir waren neugierig was sich hinter diesen Bergen verbirgt, wir wollten unbedingt noch mehr von dieser wunderbaren Welt sehen. Aber ein Weiterkommen durch dieses dichte Gebüsch ist so erschwerlich und zeitraubend, dass wir es aufgeben mussten und zum Auto zurückkehren.
Über Nacht hat es dann geregnet und auch am nächsten Tag besserte sich das Wetter kaum. Um nicht herumstehen zu müssen und auf schönes Wetter warten, haben wir entschlossen mit unserer Wohnung weiter zu ziehen. Wir sind in den Süden hinunter gefahren und über die Westküste wieder hinauf. Das Wetter machte immer noch nicht den Anschein sich bessern zu wollen, im Gegenteil, zum Regen kam noch ein starker Wind dazu. Und mit diesem Unwetter haben wir auch die restlichen Tage leben müssen. Ab und zu öffnete sich ein kleines Schönwetterfenster, das sich aber bald danach wieder zutat und ein kräftiger Wind darauf folgen ließ. Wir wurden gezwungen fast den ganzen Urlaub eingesperrt in unserem Wohnmobil zu verbringen. Dies war einerseits von Vorteil, weil wir ihn dadurch bis ins letzten Detail kennen lernen konnten. Nebenbei haben wir somit genügend Zeit gefunden uns die ganze Insel anzuschauen, was wir uns bei schönem Wetter nicht erlaubt hätten. Andererseits sind wir ziemlich schwer enttäuscht geblieben, da von unseren Vorhaben eigentlich nichts aufgegangen ist.
Aber die Insel läuft uns ja nicht davon, und da wir nun schon die Schönheit dieser Landschaften zu sehen bekommen haben, bin ich mir ganz sicher dass wir ihr noch mal einen Besuch abstatten, und hoffentlich bekommen wir das nächste mal die Sonne ein bisschen öfters zu Gesicht.
Gallery
Google Map
|